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Kalender 2020

Spirit of Uri 2020

Mit meinem Fotokalender möchte ich Euch den einzigartigen Urner "Spirit" vermitteln.
13 Impressionen zeigen die Urner Bergwelt mit kühlen Bergseen, glühenden Gipfeln, ausgefallenen Abenteuern und faszinierenden Lichtstimmungen. Die allermeisten Aufnahmen wurden noch nie veröffentlicht.


Format: 45cm x 34cm

In der Zentralschweiz auf FSC-zertifiziertem, qualitativ hochwertigem Papier gedruckt.

Preis: CHF 29.- inkl. Verpackung

 

Den Kalender können Sie im "Cash - Sport & Fashion" (Schmiedgasse 9) in 6460 Altdorf kaufen (nur Barzahlung).


Einmal wöchentlich (Dienstags) sende ich Ihnen den Kalender gerne bequem nach Hause (+ CHF 8.- Versandkosten). Es werden Bestellungen, die bis Sonntag eintreffen, berücksichtigt.

Bestellen können Sie den Kalender per Mail an kalender@puentener.ch oder wenn sie das untenstehende Kontaktformular ausfüllen.

Bei Fragen und Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Die Hintergrundinformationen und Geschichten zu den Bildern, sind auf dieser Seite weiter unten aufgeschaltet. Weitere Monate folgen bis Ende Jahr. aufgeschaltet.


Tourentipps, Geschichten und Informationen zu den Bildern


Januar - Eiswasserfall im Brunnital

Vor allem während einer Kälteperiode im Winter, wenn genug Schee liegt, ist das Brunnital eine Wucht. Denn dann begegnet man, schon nach wenigen Minuten laufen, imposanten Eiswasserfällen. Besonders empfehlenswert sind dabei Vollmondnächte, oder zumindest dann, wenn der Mond genug hell ist. Durch den Schnee und das Eis reflektieren die Wände das Licht ins Tal, sodass dieses taghell wirkt. Als ich an diesem Januarabend während 1-2 Stunden optimales Licht und gute Bildausschnitte suchte, begegneten mir viele Leute: Spaziergänger, Schneeschuhwanderer, Tourenskifahrer, Leute mit Hunden oder auch ganze Gruppen. All diese Leute genossen die gleiche Idylle wie ich, nur war ihnen wahrscheinlich durch die Bewegung wärmer. Ich schlotterte vor lauter Rumstehen am ganzen Leib. Aber dennoch, wow! So steht auch 2020 das eisige und verschneite Brunnital bei Nacht auf meinem Programm - vielleicht ohne Kamera aber mit ein bisschen mehr Bewegung.


Februar - Oberalppass

"Der höchst gelegene Leuchtturm der Welt! Der einzige Leuchtturm in den Alpen". So wird auf seiner eigenen Website für den Leuchtturm auf dem Oberalppass geworben. Auch ich finde diese Erscheinung hochspannend und ich fragte mich: Wieso? Die Antwort ist so einleuchtend wie genial. Bei diesem Gebilde handelt es sich um ein Replika des Leuchtturms, welcher bei der Mündung des Rheins ins Meer in Holland stand. Und da der Rhein in der Nähe des Oberalppasses beim Tomasee quellt, wird es klar, wieso ein Leuchtturm auf dem Oberalppass steht - ein Leuchtturm am Anfang und Ende des Rheins. Als ich von dieser Story gehört habe, musste ich dieses (nicht sehr grosse) Leuchttürmchen unbedingt fotografisch festhalten. Et voilà.

Nach der Stiftung jetzt auch schon bald ein deplatziertes Schiff folgen - auch das wäre sicherlich ein Magnet. Und wer weiss, vielleicht kann man ja auch schon bald in Rotterdam auf ausrangierten Sesselliften platznehmen und die Aussicht auf den Hafen geniessen :)


März - Vollmondaufgang am Schächentaler Windgällen

Wenn man gleichzeitig ein gewünschtes Motiv im Abendrot und den aufgehenden Vollmond fotografieren möchte, braucht man Einiges an Glück. Es gibt dafür nicht viele Gelegenheiten. Schliesslich sieht man den Vollmond nur alle 28 Tage, vorausgesetzt der Himmel ist nicht bedekt. Das Ganze wird nicht weniger variabel, wenn man das Zusammenspiel Erd- und Mondrotation sowie der Erdrevolution miteinbezieht. Kurz gefasst geht der Vollmond selten, nicht immer sichtbar, aber immer zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort auf. Natürlich ist auch der Standort des Betrachters entscheidend. Zusätzlich sollte der Vollmondaufgang genau gleichzeitig zu sehen sein, wie das Abendrot, welches auch nicht immer sichtbar ist. Glücklicherweise gibt es Apps, wo man diese Mondaufgänge und Sonnenuntergänge simulieren und somit den genauen Standort für die Kamera sowie den exakten Zeitraum berechnen kann. Das habe ich dann auch gemacht. Ich hatte nun einen Zeitraum von wenigen Minuten (fürs Abendrot) respektive wenigen Sekunden (für den Mond auf der Bergkante), um abzudrücken. Zudem fand ich mit meiner Planung genau eine einzige Zone von circa einem Hektar heraus, wo ich meine Bildidee umsetzen konnte.

Und jetzt erkläre ich, wieso ich all diese Planungsschritte so genau ausgeführt habe. Denn wie es der Zufall so wollte, befindet sich einer meiner Lieblingsorte, genau in diesem Mini-Gebiet, wo das Bild möglich war. Diesen Ort besuchte ich bis anhin schon oft, um die Aussicht zu geniessen und abzuschalten. Auch zum Fotografieren war ich schon mehrmals da, aber noch nie war dort der Schächentaler Windgällen mein Motiv. So liess ich es mir nicht nehmen, früh genug den Ort zu besuchen und zunächst einmal die Stimmung zu geniessen, bevor dann die "Arbeit" begann. Genau solche Momente und Zufälle, machen für mich den Besonderen Reiz des Fotografierens aus. Auch deshalb hat dieses Bild eine besondere Bedeutung für mich.


April - Gossalp mit Stüber (Isenthal)

Ganz am Ende des Grosstals im Isenthal befindet sich ein eindrücklicher, hundert Meter hoher Wasserfall - der Stüber. Auch wenn er nur selten viel Wasser führt und meistens nur "schteipt", bin ich sehr angetan von diesem Naturphänomen. An diesem Frühlingsmorgen passte alles: Wasser, Wetter, Wecker in den frühen Morgenstunden. Beim Wasserfall angekommen, war ich bereit den Sonnenaufgang zu fotografieren. Enttäuscht, aber nicht überrascht stellte ich fest, dass die feinen Wolken nicht für einen spektakulären Morgenhimmel reichten. Nichtsdestotrotz stand ja noch das eigentlich geplante Bild auf dem Programm. Denn rund 2 Stunden später erreichte die Sonne auch das von mir ausgesuchte Plätzchen neben dem Wasserfall und scheint so durch diesen hindurch. Gemütlich richtete ich meine Kamera ein und entfernte mich dann wieder vom steilen Gelände. Bevor ich mich in Stellung begab, hatte ich also genügend Zeit, um die Natur zu beobachten. Bis auf wenige Lieder konnte ich nicht mal Musik hören, weil ich mit dem Handy in diesem "Chrachä" ;) keinen Empfang hatte - zum Glück, es war Idylle pur. Und plötzlich tappte aus dem Wald ein kleiner Steinbock und erfrischte sich an dem kühlen Bach. Zügig, aber doch so unauffällig wie möglich, machte ich mich wieder auf dem Weg zur Kamera, um den Steinbock fotografisch einzufangen. Bei der Kamera angekommen musste ich zunächst mein Objektiv wechseln. Mist! Das Weitwinkelobjektiv war kaum abgeschraubt, machte sich der Steinbock wieder auf den Weg zurück in den Wald. Naja, dachte ich mir, mein gewünschtes Bild ist ja immer noch offen. So schraubte ich wieder das Weitwinkelobjektiv auf meine Kamera. In diesem Moment hörte ich ein Knacken von Ästen hinter mir. Ich drehte mich um und rund 10 Meter von mir entfernt stand wieder ein kleiner Steinbock - ein anderer. Er erschrak, ich erschrak, er huschte schnell weg und ich stand da mit meinem Weitwinkelobjektiv. Naja, das gewünschte Bild war ja noch immer offen. Und tatsächlich rund eine Stunde später strahlte die Sonne auf eindrückliche Weise durch den Wasserfall hindurch. Und so bin ich mehr als zufrieden mit meiner Ausbeute. Und ein weiteres Ziel fürs 2020 habe ich auch schon: Ich + Teleobjektiv + stillstehender Steinbock = Freude herrscht.


Tourentipps und Geschichten zu weiteren vier Monatsbildern folgen Ende Woche.

Schöne Festtage!

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